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Dr. med. Matthias Fischer

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Kalkschulter

Heftige, plötzlich auftretende Schmerzen in der Schulter! Den Arm bewegen? Fehlanzeige! Das Röntgenbild zeigt eine Verkalkung…Diagnose: Kalkschulter!

Übersicht

Bei einer Kalkschulter – auch Tendinosis calcarea genannt – kommt es zu einer Einlagerung von Kalk in eine Sehne des Schultergelenks. Am häufigsten ist die Supraspinatussehne betroffen. Ein Kalkdepot kann wenig Probleme bereiten, in anderen Fällen aber zu heftigen Schmerzattacken führen, die eine Bewegung in der Schulter fast unmöglich macht. Der Grund liegt in der Entleerung von Kalkpartikeln in den benachbarten Schleimbeutel (Bursa) und der hiermit verbundenen schmerzhaften Entzündungsreaktion.

Aber nicht immer ist bei einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea) eine langwierige Therapie notwendig: manchmal bildet sich eine Verkalkung auch im Lauf der Zeit zurück.

Ursachen einer Kalkschulter

Die Entstehung der Kalkherde ist nicht eindeutig geklärt. Diskutiert wird eine lokale Druckerhöhung in den Sehnen der Rotatorenmanschette in Kombination mit einer Minderdurchblutung. Unter diesen Bedingungen kann es zur Bildung der Verkalkungen kommen.

Diagnostik bei einer Kalkschulter

Die Impingement-Tests und die spezifischen Tests für die Sehnen der Rotatorenmanschette sind im akuten Stadium schmerzbedingt nicht prüfbar.

Röntgenaufnahmen können Größe und Lokalisation des Kalkherdes dokumentiert werden. Zudem werden knöcherne Veränderungen erfasst.

Die Sonographie eignet sich sehr gut für die Darstellung von Verkalkungen. Insbesondere vor einer geplanten operativen Entfernung eines Kalkherdes hilft die Sonographie bei der genauen Lokalisation.

Die Kernspintomographie liefert genaue Informationen zum Ausmaß und zur Lokalisation der Verkalkung und der umgebenden Strukturen. Bei der Planung einer Operation ist ein MRT unerlässlich, um Begleitpathologien nicht zu übersehen.

Konservative Therapie bei einer Kalkschulter

Die Gabe von Analgetika und NSAR (Nicht-steroidale Anti-Rheumatika), die stark entzündungshemmend wirken, lindern die Schmerzen. Das Kühlen der Schulter (Kryotherapie) reduziert ebenfalls Schmerzen und bremst zudem die Entzündungsvorgänge. Bei starken Schmerzen kann der Arm kurzzeitig in einer Schulterorthese gelagert und entlastet werden. Eine schnelle Schmerzlinderung kann durch die Injektion eines Lokalanästhetikums, ggf. unter zusätzlichem Kortisonzusatz, erreicht werden.

Sobald die Schmerzen nachlassen, sollte eine Krankengymnastik begonnen werden. Ziele sind eine Entlastung der Schultersehnen unter dem Schulterdach sowie der Erhalt der Schultergelenksbeweglichkeit.

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) beruht auf dem physikalischen Prinzip eines Hochdruckimpulses in Form einer akustischen Welle. Ziel ist eine Steigerung des Sehnenstoffwechsels, die zur Auflösung des Kalkherdes führen soll. Die Wirksamkeit der Stoßwellentherapie bei der Behandlung der Kalkschulter ist wissenschaftlich belegt und wird von den Fachgesellschaften empfohlen.

Operation bei einer Kalkschulter

Führen konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg, kann das Kalkdepot operativ entfernt werden. Dies kann im Rahm einer Schulterarthroskopie oder durch eine minimal-invasive offene Operation geschehen. Der Kalkherd wird lokalisiert und entfernt. Die entfernte Verkalkung hat von Fall zu Fall eine unterschiedliche Konsistenz: teilweise entleert sich “zahnpasteähnliches” Material, teilweise feste, krümelige Strukturen. Falls eine knöcherne Formvariante des Akromions den Subakromialraum einengt, wird dieser zusätzlich erweitert. Hierzu wird nach Entfernung der subakromialen Bursa mit einer kleinen Fräse die Unterfläche des Schulterdachs (Akromion) um wenige Millimeter abgetragen. Im Falle eines großen Kalkherdes sollte die längs eröffnete Rotatorenmanschettensehne mit Nähten verschlossen werden.

Weitere Informationen zu Operationen, finden Sie auf der Seite "Operationen im Orthopaedicum Frankfurt".

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Nach der Entfernung einer Verkalkung kann die Schulter sofort uneingeschränkt bewegt werden, sofern die Schmerzen dies zulassen. Die Physiotherapie sollte unmittelbar in den Tagen nach der Operation beginnen. Dabei sollte immer so trainiert werden, dass keine Schmerzen auftreten, also im schmerzfreien Bereich. Das Tragen einer Bandage oder einer Orthese ist nicht notwendig.

In der Regel dauert es ein- bis drei Wochen, bis die Schmerzen in der Schulter abgeklungen sind. Danach ist normalerweise die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt. Auch das Autofahren ist dann wieder möglich. Bei schwerer körperlicher Arbeit kann die Arbeitsunfähigkeit aber auch bis zu sechs Wochen betragen.

Die Schulter sollte für etwa vier bis sechs Wochen geschont werden. Danach ist in der Regel wieder eine uneingeschränkte Sportausübung möglich.

Zusammenfassung

Eine Tendinosis calcarea oder Kalkschulter führt bei den betroffenen Patienten oftmals zu intervallartig, teilweise heftigsten Schmerzen in der Schulter. Die Größe des Kalkherdes korreliert nicht mit den Beschwerden: so können Verkalkungen teilweise lange symptomlos bleiben, teilweise aber bereits kleine Herde zu starken Beschwerden führen. Da eine hohe Tendenz zur Spontanheilung besteht, sollte zunächst ein konservativer Therapieversuch unternommen werden. Ziel ist die Linderung von Schmerzen und die Erhaltung der Beweglichkeit im Schultergelenk. Führt dies nicht zum Erfolg, können mit dem Patienten arthroskopische oder minimal-invasive Operationsmöglichkeiten besprochen werden.

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