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Hüftarthroskopie

Die ständige Verbesserung der Techniken und Instrumente hat dazu geführt, dass mittlerweile immer mehr Erkrankungen des Hüftgelenks mittels Hüftarthroskopie behandelt werden können.

Bei der Diagnostik, aber auch bei der Therapie von Erkrankungen am Hüftgelenk spielt die Hüftarthroskopie eine immer größere Rolle. Oft reichen konservative Maßnahmen - wie Schmerzmitteleinnahme und Physiotherapie - nicht aus, um Beschwerden und Schmerzen in der Hüfte zu lindern.

Oftmals ist aber noch kein Zustand erreicht, der eine Hüftendoprothese, also einen künstlichen Hüftgelenkersatz, notwendig macht. In vielen Fällen kann eine Hüftarthroskopie helfen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu beheben.

Die Hüftarthroskopie ist technisch anspruchsvoll und wird bisher nur in wenigen spezialisierten Zentren angeboten.

Voraussetzung bei einer Hüftarthroskopie ist ein gut geschultes und aufeinander eingespieltes Operationsteam. Ein Schwerpunkt des operativen Angebots im Orthopaedicum Frankfurt ist die minimalinvasive arthroskopische Chirurgie. Neben arthroskopischen Operationen am Knie-, Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenk, bietet das Team im Orthopaedicum Frankfurt die Arthroskopie der Hüfte als besonderen Schwerpunkt an.

Weitere Informationen zu Operationen, finden Sie auf der Seite "Operationen im Orthopaedicum Frankfurt".

Was ist Arthroskopie?

Bei einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wird ein Gelenk mit einem speziellen Endoskop untersucht. Das Wort Arthroskopie leitet sich vom Griechischen Arthros = Gelenk und Skopein = schauen her. Ein Arthroskop ist ein spezielles Endoskop, das in der Gelenkchirurgie eingesetzt wird. Es besteht aus einem Linsensystem, einer Lichtquelle und einer kleinen Kamera, welche die entsprechenden Bilder aus dem Gelenk auf einen Monitor überträgt. Die Bilder aus dem Gelenk liefern dem Operateur die entscheidenden Informationen über den Gelenkinnenraum.

Bei welchen Erkrankungen ist eine Hüftarthroskopie sinnvoll?

Eine Hüftarthroskopie kann bei verschiedenen Erkrankungen oder Verletzungen des Hüftgelenks hilfreich sein und eine offene Operation ersetzen:

  • Hüftimpingement (FAI – Femoro-acetabuläres Impingement)
  • Labrumriss, Verletzung/Degeneration der Pfannenrandlippe (Labrum acetabuli)
  • Knorpelschaden im Hüftgelenk
  • Beginnende Hüftarthrose (Initiale Coxarthrose)
  • Entfernung freier Gelenkkörper

Hüftimpingement/Femoro-acetabuläres Impingement (FAI)

Das Hüftimpingement wird auch als femoro-acetabuläres Impingement (FAI) bezeichnet. Ein Impingement („Zusammenstoß“) entsteht bei Bewegungen im Hüftgelenk durch einen Konflikt zwischen der Hüftpfanne (Acetabulum) auf der einen und dem Schenkelhals des Oberschenkelknochens (Femur) auf der anderen Seite.

Beim Cam- oder Nockenwellen-Impingement kommt es durch eine knöcherne Vorwölbung am oberen Ende des Oberschenkelknochens (Femur) zu einem Anschlagen am Pfannenrand und zu einer Schädigung des Knorpels in der Pfanne (Acetabulum). Die Folge sind Abscherungen des Knorpelüberzugs, die bis hin zu einer Coxarthrose, also zu einer Arthrose des Hüftgelenks, führen können.

Ist eine Cam-Deformität Auslöser der Beschwerden, so muss diese abgetragen werden. Wir sprechen in diesem Fall von einer Schenkelhalsrekonturierung, d. h. die normale physiologische Form am Übergang vom Hüftkopf zum Schenkelhals wird wiederhergestellt. Die Abtragung des Knochens wird mit einer kleinen Fräse vorgenommen.

Das Pincer- oder Kneifzangen-Impingement entsteht durch eine vermehrte Überdachung der Hüftpfanne (Acetabulum) in Relation zum Hüftkopf. Auch diese Konstellation kann zu einer Impingement-Symptomatik führen. Häufig sind aber auch Mischformen beider Impingementtypen.

Liegt ein Pincer-Impingement vor, wird die Pfannenrandlippe (Labrum acetabulare) teilweise abgelöst. Der vordere Pfannenrand wird mit einer Fräse bearbeitet, sodass ein freies Gleiten des Hüftkopfes in der Pfanne möglich ist. Anschließend wird das Labrum ggf. wieder am Pfannenrand fixiert (Labrumrefixation).

Was ist Arthroskopie?

Stellen Sie sich vor: Sie haben eine Körpergröße von nur vier Millimetern. Sie klettern durch eine im Durchmesser etwa fünf Millimeter große Röhre...

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Labrumriss

Das Labrum acetabuli, auch Pfannenrandlippe genannt, ist fest mit dem knöchernen Acetabulumrand verwachsen. Es vergrößert die acetabuläre Gelenkfläche und dient zur Stabilisierung des Hüftkopfes.

Ein Labrumriss kann durch ein Trauma entstehen oder im Rahmen eines Hüftimpingements auftreten. Bei degenerativen Auffaserungen besteht die arthroskopische Therapie in einer Glättung oder in einem Debridement.

Bei einem größeren Riss muss das Labrum wieder an den Pfannenrand fixiert werden (Labrumrefixation). Hierbei werden in arthroskopischer Technik Fäden um das Labrum gelegt. Die Fäden werden anschließend mit kleinen Knochenankern am Acetabulumrand fixiert. Die Einheilung des Labrums am Knochen dauert etwa sechs Wochen.

Knorpelschaden – Knorpelregeneration – AMIC-Methode

Ein Knorpelschaden tritt oftmals in Kombination mit einem Hüftimpingement auf, welches dann in jedem Fall mit therapiert wird. Bei leichten und oberflächlichen Knorpelschäden reicht in der Regel eine arthroskopische Knorpelglättung (Abrasion) mit einem Shaversystem (rotierende Klinge) aus.

Liegt bereits ein tiefer Schaden mit freiliegendem Knochen vor, dann kann eine Mikrofrakturierung notwendig werden. Bei diesem Verfahren wird die knöcherne Oberfläche im Bereich des Knorpelschadens an mehreren Stellen mit einem spitzen Instrument eröffnet. Es kommt in der Folge zur Einschwemmung von Blutzellen, welche die Bildung eines Ersatz- oder Regeneratknorpels fördern.

Möglich ist auch das zusätzliche Einlegen einer Kollagenmembran in den Knorpeldefekt zur Induktion von Regeneratknorpel. Diese Therapieform wird als autologe matrixinduzierte Chondrogenese (AMIC) bezeichnet. Die AMIC-Methode wird nur von wenigen spezialisierten Zentren, so auch im Orthopaedicum Frankfurt, angeboten.

Freie Gelenkkörper

Abgesprengte Knorpelteilchen oder auch sog. Chondrome, die im Rahmen einer Erkrankung der Synovialis auftreten können, stören den Bewegungsablauf im Hüftgelenk und führen zu Schmerzen. Sie sind entweder bereits auf einem Röntgenbild oder im MRT zu sehen.

Die Therapie besteht in einer Entfernung der freien Gelenkkörper und in der Mitbehandlung der Synovialis. Dies erfolgt mittels spezieller arthroskopischer Fasszangen bzw. mit einem Shaversystem (rotierende Klinge).

Wie läuft eine Hüftarthroskopie ab?

Im Vergleich zur Arthroskopie des Knie- oder auch Schultergelenkes ist die Arthroskopie der Hüfte technisch sehr anspruchsvoll und wird bisher nur von wenigen Operateuren beherrscht.

Das Hüftgelenk liegt sehr tief im Körper und ist schwer zu erreichen. Der Patient wird daher bei der Operation auf einem sogenannten Extensionstisch gelagert, mit dem ein Zug am Bein ausgeübt werden kann. Der Zug am Bein sorgt dafür, dass der Hüftkopf aus der Pfanne heraus bewegt wird. Dann erst können die Strukturen in der Pfanne eingesehen werden.

Über mehrere kleine Hautschnitte werden die Optik und weitere Instrumente in das Hüftgelenk eingebracht. Mit Hilfe dieser Instrumente können dann krankhafte Veränderungen behandelt werden. Die Techniken hierzu sind sehr verschieden.

„Arthroskopischer Rundgang“ durch ein Hüftgelenk

Welche Patienten profitieren am meisten von einer Hüftarthroskopie?

Für die Arthroskopie der Hüfte kommt insbesondere jungen, sportlichen Menschen zugute, bei denen die krankhaften Veränderungen noch nicht weit fortgeschritten sind. Insbesondere ein Hüftimpingement lässt sich mit einer Hüftarthroskopie gut behandeln, so dass die Patienten in aller Regel innerhalb kurzer Zeit schmerzfrei sind.

Bessern sich die Schmerzen, nimmt auch die Beweglichkeit zu.

Im besten Fall wird langfristig durch eine Arthroskopie der Hüfte der Einbau eines künstlichen Gelenks (Hüftprothese) abgewendet. Die Arthroskopie der Hüfte ist eine elegante und gewebeschonende Operationsmethode, die nur einen kurzen Klinikaufenthalt notwendig macht.

Wie läuft die Nachbehandlung nach einer Hüftarthroskopie ab?

Übersicht

Nach einer Arthroskopie der Hüfte können die Patienten noch am OP-Tag das Bett verlassen und sich mit Hilfe von Unterarmgehstöcken fortbewegen. Das operierte Bein sollte in den ersten ein bis zwei Wochen nach der OP nur teilweise belastet werden.

Nach dieser zeitlich begrenzten Schonung kann das Bein zunehmend belastet werden. Nach einer Arthroskopie der Hüfte ist eine volle, uneingeschränkte Funktion erfahrungsgemäß nach 4 bis 6 Wochen erreicht.

Eine intensive Physiotherapie ist notwendig, um in der Zeit nach der Operation möglichst rasch ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Belastung

Nach einer Hüftarthroskopie soll das operierte Bein für etwa ein bis zwei Woche nur mit ca. 20 kg teilbelastet werden. Dies bedeutet, dass der Fuß auf den Boden aufgesetzt und abgerollt werden kann. Unterarmgehstöcke sollen in dieser ersten Phase das weitgehend schmerzfreie Gehen erleichtern.

Nach etwa einer Woche kann dann die Belastung auf das operierte Bein zu-nehmend gesteigert werden. Das Auftreten von Schmerzen signalisiert eine Reizung im Operationsgebiet, zeigen also eine Überlastung an. Es sollte immer im schmerzfreien Bereich belastet werden. Treten Belastungsschmerzen auf, so sollten die Gehstützen für etwa 3-4 Wochen benutzt werden.

Der Zeitraum für die Schonung des Gelenks richtet sich immer nach der Art und dem Umfang der Operation. Bei geringen Beschwerden können die Gehstöcke dann zunehmend weggelassen werden, zunächst zu Hause, später auch bei längeren Gehstrecken.

Thromboseprophylaxe

Eine Thomboseprophylaxe ist so lange notwendig, bis ein normales Gehen unter voller Belastung des operierten Beins möglich ist.

Bewegung

Zu Beginn der Nachbehandlung sorgen zunächst passive Bewegungsübungen in der sog. geschlossenen Kette dafür, dass die Beweglichkeit im operierten Hüftgelenk wiederhergestellt wird.

Im Vordergrund hierbei stehen vor allem die Verbesserung der Beugung (Flexion) und der Innenrotation (Einwärtsdrehung des Oberschenkels). Es sollte immer im schmerzfreien Bereich ohne großen Kraftaufwand trainiert werden.

Geräte und Hilfsmittel

Ein Fahrradergometer oder Hometrainer ist ein ideales Hilfsmittel bei der Rehabilitation nach einer Hüftarthroskopie. Ein 10- bis 30-minütiges Training zwei bis drei Mal täglich führt bereits in den ersten Tagen nach der OP zu einer Verbesserung der Mobilität. In der ersten Woche nach der OP kann ohne Widerstand trainiert werden. Anschließend wird mit langsam zunehmenden Tretwiderständen gearbeitet, die individuell das Bewegungsausmaß und die Schmerzsituation berücksichtigen.

Physiotherapie

2 bis 3 Mal in der Woche ist eine Physiotherapie sinnvoll. Diese dient in erster Linie zum Erlernen von Eigenübungen mit aktiven und passiven Bewegungen im operierten Hüftgelenk.

Statische und dynamische Stabilisationsübungen zielen auf eine Verbesserung von Koordination, Kraft und Ausdauer. Nach einer Hüftarthroskopie ist eine volle, uneingeschränkte Funktion erfahrungsgemäß nach 4 bis 6 Wochen erreicht.

Sport nach Hüftarthroskopie

Eine leichte sportliche Aktivität kann etwa 3 bis 4 Wochen nach der Arthroskopie der Hüfte wieder aufgenommen werden. Ideal ist zunächst ein Fahrrad- oder Ergometertraining. Laufen und Joggen auf weichem Untergrund, wie Waldboden oder Kunstrasen, sind in der Regel 4 bis 6 Wochen nach einer Operation wieder möglich.

Kontaktsportarten, wie Fußball oder Handball sollten erst wieder betrieben werden, wenn keine Defizite in Hinblick auf Kraft, Koordination und Ausdauer mehr bestehen.

Zukunft und Ausblick

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Studien rund um die Arthroskopie der Hüfte durchgeführt. Die bisherigen kurz- und mittelfristigen Ergebnisse sind sehr ermutigend, so dass die Hüftarthroskopie immer häufiger zum Einsatz kommt.

Die Hüftarthroskopie wird bisher nur von wenigen spezialisierten Zentren angeboten. Gleichzeitig steigt die Zahl der Patienten, die gezielt nach einer Arthroskopie der Hüfte fragen. So hat die Nachfrage von Seiten der Patienten stetig zugenommen.

Seit mehreren Jahren ist die Hüftarthroskopie als Standardverfahren etabliert. Die Operationstechniken werden stetig verbessert. Entscheidend hierbei ist ein reger Erfahrungsaustausch unter den Hüftoperateuren. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren Spezialinstrumente für die Hüftarthroskopie entwickelt. Auch das kommt den Patienten zugute.

Die Hüftarthroskopie hat sich somit in der Vergangenheit als Verfahren für die Patienten etabliert, bei denen z. B. eine konservative medikamentöse Therapie nicht mehr wirkt, bei denen gleichzeitig aber die krankhaften Veränderungen noch nicht so ausgeprägt sind, sodass ein künstlicher Gelenkersatz (Hüftendoprothese) in Frage kommt.

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