Stoßwellentherapie im Orthopaedicum

Spezialisierung

Das Orthopaedicum Frankfurt ist auf Stoßwellenbehandlungen spezialisiert und behandelt sehr viele Patienten, die unter chronischen Schmerzen in verschiedenen Bereichen des Gelenkapparates leiden.

Gerade die Therapie mit einer hochenergetischen fokussierten Stoßwelle erfordert viel Erfahrung, damit die das erwünschte Ergebnis gerade bei länger bestehenden Beschwerden erreicht werden kann.
Das Orthopaedicum Frankfurt arbeitet ausschließlich mit der hochenergetischen fokussierten Stoßwelle.

Die Stoßwellentherapie wird im Orthopaedicum Frankfurt häufig bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

Insbesondere für diese Erkrankungen hat das Orthopaedicum spezielle Behandlungskonzepte entwickelt. Diese Behandlungskonzepte orientieren sich an den neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen und eigen entwickelten Behandlungskombinationen. Beachten Sie hierfür unsere Verlinkungen.

Was ist eine Stoßwelle?

Eine Stoßwelle ist eine akustische Druckwelle von extrem kurzer Dauer.
Durch technische Verfahren ist es möglich, die Stoßwelle entweder gezielt (fokussiert) in die Tiefe des Gewebes laufen oder sie oberflächlich (radiär) ausbreiten zu lassen.
Die in das Gewebe eingebrachte Stoßwelle setzt ihre Energie, wenn sie auf Gewebearten mit unterschiedlichem Widerstand / Dichte (z.B. Knochen-Weichgewebe; Kalk-Weichgewebe) trifft. Gewebearten mit ähnlichen akustischen Eigenschaften wie Wasser durchdringt die Stoßwelle ohne schädigenden Einfluss (Haut, Muskulatur, Fett etc.).

Wirkung

Stoßwellentherapie im Orthopaedicum Frankfurt

Die Stoßwellen erzielen durch Energiefreisetzung im erkrankten Gewebe ihre biologische Wirkung, die man sich therapeutisch zunutze machen kann.

Sie besitzt dabei folgende biologischen Effekte:

  • Angioneogenese (Entstehung neuer Blutgefäße).
  • Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und anderen biologisch aktiven Eiweißen, die zur Geweberegeneration führt, wodurch die Selbstheilungsprozesse des Körpers aktiviert werden
  • Stimulierung des Knochenwachstums

Durch ein Einsprossen von Blutgefäßen (Angioneogenese) und einen erhöhten Stoffwechsel kann geschädigtes Sehnengewebe „repariert“ und eine lokale Entzündung geheilt werden.
Je nach behandelter Erkrankung stellt sich die Wirkung erst mit der folgenden Regeneration ein. Daher darf mit einem sofortigen Therapieerfolg nach der Stoßwellentherapie nicht gerechnet werden.
Die o.g. Gewebereaktionen benötigen Zeit zur Heilung. Die Zeiträume sind bei den verschiedenen Erkrankungen unterschiedlich lang.

Anwendungsgebiete

Die Stoßwellentherapie kann bei folgenden Erkrankungen mit sehr gutem Erfolg eingesetzt werden:

  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis)
  • Fersensporn (Fasciitis plantaris)
  • Golfellenbogen (Tendinosis humeri ulnaris)
  • Patellaspitzensyndrom ("Springerknie")
  • Bursitis trochanterica (Schleimbeutelentzündung am Hüftknochen)
  • Achillodynie (Entzündung des Achillessehnengleitgewebes)
  • Supraspinatussehnensyndrom (Schultersehnenerkrankung)
  • Schienbeinkantensyndrom
  • Myofasciale Schmerzsyndrome (Muskelspannungsstörungen, Triggerpunktbehandlung)

Kalkschulter

Die Stoßwellentherapie gilt mittlerweile als beliebte Behandlungsmethode bei Patienten, die an einer Kalkschulter leiden.
In diesem Zusammenhang muss jedoch beachtet werden, dass sich die unterschiedlichen Impulse, die während der Stoßwellentherapie auf das Schultergelenk einwirken, nicht gleichermaßen gut zur Behandlung der Kalkschulter eignen.
Zudem gilt die Annahme, Kalkherde können unmittelbar durch die Einwirkung von Stoßwellen aufgelöst werden, gemeinhin als falsch. Die biologische Wirkung der Stoßwellentherapie bei Vorliegen einer Kalkschulter beruht vielmehr in einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung und der Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und anderen biologisch aktiven Stoffen (beispielsweise Substanz P).
Zudem wirken die ausgesendeten Wellen über eine Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase II und eine Überstimulation von Nervenfasern. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass die Stoßwellentherapie bei Vorliegen einer Kalkschulter durch die Aktivierung verschiedener Prozesse innerhalb des Organismus zur Selbstauflösung des Kalkes beitragen kann.
In diesem Zusammenhang gilt die sogenannte „radiale Stoßwellentherapie“ in Deutschland als häufigste Behandlungsmethode bei Patienten, die an einer Kalkschulter leiden.
Die Erfahrung mit radiären Stoßwellen in der Therapie der Kalkschulter waren allerdings schlecht, so dass das Orthopaedicum nur mit hochenergetischen fokussierten Stoßwellen arbeitet.
Bei dieser Form der Stoßwellentherapie wird eine spezielle Schallsonde über das betroffene Areal der Schulter bewegt.

Verfahren der Stoßwellentherapie zur Behandlung der Kalkschulter im Überblic

  • die hochenergetisch, fokussierte Stoßwellentherapie
  • radiale Stoßwellentherapie

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter: Kalkschulter

Tennisarm

Gerade bei Patienten bei denen die üblichen konservativen Therapieansätze keine Besserung der Symptomatik zeigen und eine operative Behandlung vermieden werden soll, kann die Stoßwellentherapie eine mögliche Alternative sein.
Im Gegensatz zu anderen orthopädischen Erkrankungen ist die Behandlung des Tennisarms mittels Stoßwellentherapie mittlerweile fest in den Leitlinien verankert.
Dennoch stehen die gesetzlichen Krankenkassen der Anwendung einer Stoßwellentherapie bei Patienten mit Tennisarm immer noch skeptisch gegenüber. Eine Übernahme der Kosten dieser Therapieform durch die gesetzlichen Krankenkassen ist aus diesem Grund eher unwahrscheinlich.

Genauso wie bei der Kalkschulter hat das Orthopaedicum beim Tennisarm die besten Behandlungserfolge mit einer fokussierten Stoßwellentherapie erreicht, die inzwischen in dieser Therapieform ausschließlich durchgeführt wird.

Nachdem die schmerzenden Partien des Tennisarm mit einem speziellen Kontaktgel bedeckt wurden, kann die eigentliche Stoßwellentherapie beginnen. Im Falle des Tennisarms können in der Regel niedrig energetische Stoßwellen genutzt werden. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich die Sehnenansätze im Bereich des Ellenbogens relativ direkt unter der Hautoberfläche befinden. Der Effekt der Stoßwellentherapie kann beim Vorliegen eines Tennisarms jedoch durch die Anwendung von hochenergetischen Stoßwellen maximiert werden.

Die Behandlung eines Tennisarms mittels Stoßwellentherapie verursacht bei richtiger Ausführung in der Regel kaum Komplikationen. Dennoch kann es im Bereich des Ellenbogens zur Beschädigung kleinster Nerven und/oder Blutgefäße kommen.
Zudem gehört die Entstehung von Blutergüssen (Hämatomen) zu den häufigsten Nebenwirkungen der Stoßwellentherapie beim Tennisarm.
In diesem Zusammenhang ist jedoch zu beachten, dass der Behandlungserfolg dieser Therapiemethode stark vom Ausmaß der Erkrankung und dem beim jeweiligen Patienten vorliegenden Stadium abhängt.
Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die Stoßwellentherapie in einem frühen Stadium des Tennisarms recht zuverlässig hilft. Chronische Formen dieser Erkrankung zeigen - wie alle anderen Behandlungsverfahren auch -  weniger gute Behandlungsergebnisse.

Weitere Informationen finden Sie auch unter unserem Thema: Tennisarm

Fersensporn

Die Stoßwellentherapie gilt als geeignete Alternative in der Behandlung von Patienten, die an einem Fersensporn leiden. Im Allgemeinen unterscheidet man bei der Stoßwellentherapie zwischen radiären und fokussierten Behandlungsformen.
Im Falle des Fersensporns wird fast ausschließlich die fokussierte Stoßwellentherapie durchgeführt. Da ein Fersensporn aus kalkhaltiger Substanz besteht, können gebündelte Stoßwellen, deren Energie unmittelbar auf den Fersensporn gerichtet wird, zu dessen Zerfall beitragen.
Darüber hinaus wird durch Anwendung der Stoßwellentherapie das umliegende Gewebe deutlich mehr durchblutet. Die steigende Blutversorgung im den Fersensporn umgebenden Gewebe kann dazu führen, dass eine Art Selbstheilungsprozess induziert wird. Um möglichst gute Behandlungsergebnisse zu erzielen, muss die Stoßwellentherapie bei Vorliegen eines Fersensporns in mehreren Sitzungen durchgeführt werden. In der Regel benötigt ein an einem Fersensporn leidender Patient ungefähr drei bis vier Sitzungen, die in Abständen von wenigen Tagen bis Wochen stattfinden sollten.
Die Erfolgsquote der Stoßwellentherapie bei Patienten, die an einem Fersensporn leiden, hängt sowohl vom Erkrankungsausmaß, als auch vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns und den weiteren flankierenden Maßnahmen ab.
Die Prognose eines Fersensporns mit einer Stoßwellentherapie ist als gut einzuschätzen.

Die Behandlung eines Patienten, der an einem Fersensporn leidet, mit Hilfe der Stoßwellentherapie umfasst in der Regel mehrere Sitzungen. Eine Sitzung dauert dabei wenige Minuten.
Um ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis zu erzielen, sind in den meisten Fällen drei bis fünf Sitzungen notwendig, die in eine Abstand von mehreren Tagen bis Wochen stattfinden sollten. Die gesamte Behandlung des Fersensporns mittels Stoßwellentherapie umfasst ungefähr eine Dauer von acht bis zehn Wochen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter: Fersensporn

Kosten

Sowohl die gesetzlichen Krankenkassen als auch die Sozialämter interpretieren die Stoßwellentherapie am Bewegungsapparat (also bei orthopädischen Erkrankungen) als wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Behandlungsmaßnahme.
Aus diesem Grund wird die Übernahme der aus dieser Therapieform entstehenden Kosten weder von den gesetzlichen Krankenkassen noch von den Sozialämtern getragen.
Private Krankenkassen hingegen interpretieren den Sachverhalt anders.
In der Regel werden alle Behandlungskosten der Stoßwellentherapie bei orthopädischen Erkrankungen von den privaten Krankenkassen getragen.
Grund dafür ist die Tatsache, dass es mittlerweile umfangreiche Studien zu diesem Thema gibt, welche die Wirkungsweise der Stoßwellentherapie am Bewegungsapparat wissenschaftlich belegen.
Ist ein Patient bei einer Berufsgenossenschaft versichert, so werden die Kosten der Stoßwellentherapie nach einem Arbeits- oder Wegeunfall vollständig getragen.
In diesen Fällen muss jedoch darauf geachtet werden, dass noch vor Beginn der Stoßwellentherapie ein entsprechender Kostenübernahmeantrag gestellt wird.

Die Behandlung orthopädischer Erkrankungen mit Hilfe der Stoßwellentherapie erstreckt sich in der Regel über drei bis fünf Sitzungen von je 10 Minuten. Zwischen den einzelnen Anwendungen sollte eine Ruhephase von ungefähr ein bis zwei Wochen liegen. 

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen trotz nachgewiesener Wirksamkeit bei der Behandlungsindikation für die Kalkschulter (Tendinosis calcarea), die Pseudarthrose (nicht heilende Brüche), den Tennisarm, die Achillessehnenentzündung, sowie den Fersensporn die Behandlungskosten nicht.
Gesetzlich Versicherte müssen die Kosten für eine Stoßwellenbehandlung selbst tragen. Das Orthopaedicum Frankfurt berechnet im Bereich der gesetzlich Versicherten den kleinst möglichen Betrag.
Die Kosten für eine hochenergetische fokussierte Stoßwellentherapie beträgt 86 € pro Sitzung (entsprechend 1,0 facher Satz GOÄ A1800)
Bei privat Versicherten ist in der Regel nach vorheriger Prüfung der Kostenübernahme eine Behandlung problemlos möglich.
Bei der privaten Krankenversicherung hängt die Kostenübernahme von der Anwendungsindikation ab.
Bei der Kalkschulter (Tendinosis calcarea) werden in der Regel alle Anwendungen gezahlt, bei anderen Indikationen sollte ein Kostenübernahmeantrag gestellt werden. Die Kostenübernahme variiert nach privater Krankenversicherung, ist aber bei fast allen Versicherungen gegeben.

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