Sie waren mit der Behandlung im Orthopaedicum zufrieden?
Dann werten Sie hier:
Rotatorenmanschettenruptur
Die Behandlung des Schultergelenks erfordert eine große Erfahrung. Das Orthopaedicum Frankfurt hat sich auf die Behandlung von Schultererkrankungen, insbesondere der Rotatorenmanschettenruptur spezialisiert.
Im weiteren Verlauf haben wir alles wissenswerte zur Rotatorenmanschette zusammengefasst. Wenn Sie sich über eine Operation an der Rotatorenmanschette interessieren, folgen Sie unserem Link "Rotatorenmanschette Operation"
Medizinisches Synonyme
- Rotatorenmanschettenriss
- Supraspinatussehnenriss
- Periarthropathia humeroscapularis pseudoparetica
Abbildung eines Supraspinatussehnenrisses
- Riss der Supraspinatussehne (Teil der Rotatorenmanschette)
- Oberarmkugel (Humerus)
- Muskel des Supraspinatus
Was versteht man unter einer Rotatorenmanschettenruptur?
Beim Rotatorenmanschettenruptur handelt es sich um eine komplette oder inkomplette Durchtrennung der zu der sogenannten Rotatorenmanschette dazugehörenden Muskeln oder Muskelgruppen aufgrund eines Unfalls oder verschleißbedingten (altersbedingten) Veränderung.
Mehr zum anatomischen Aufbau der Rotatorenmanschette finden Sie bei Dr-Gumpert.de: Rotatorenmanschette
Anatomie der Rotatorenmanschette
Als Rotatorenmanschette bezeichnet man den Zusammenschluss einer bestimmten Muskelgruppe, die das haubenförmige Dach des eigentlichen Schultergelenkes (Articulatio humeri) überspannt.
- Musculus supraspinatus
Die Aufgabe des M. supraspinatus ist das Halten des Oberarmes in der Pfanne. Des Weiteren spannt er die Kapsel und hebt den Arm seitlich an (Abduktion) - Musculus infraspinatus
Der Muskel verstärkt die Kapsel und lässt den Arm nach außenhen - Musculus subscapularis
Er ist von einigen Schleimbeuteln umgeben, die die Bewegung reibungsärmer gestalten sollen. Seine Aufgabe ist das Drehen des Armes nach innen - Musculus terres minor
Auch er wirkt als schwacher den Arm nach außen drehenden Muskel in beiden Schultergelenken des menschlichen Körpers
Aufgaben der Rotatorenmaschette
Die Muskeln des Schultergürtels sind entweder einzeln ansteuerbar (einzelne Muskelbewegungen können ausgeführt werden,z.B. Arm heben, nach außen drehen etc.,) oder er wird in Kombination aktiviert.
Dies geschieht immer dann, wenn komplexe und kombinierte Bewegungen der Arme durchgeführt werden sollen (z.B. Aufschlag beim Tennis spielen etc). Neben den bewegenden Aufgaben hat der Schultergürtel vor allem stabilisierende Aufgaben, die dazu führen sollen, dass der Oberarm trotz massiver Bewegungen in der Gelenkpfanne verbleibt und nicht auskugelt (luxiert).
Zusammenfassung Rotatorenmanschettenruptur
Als Rotatorenmanschette bezeichnet man die die Schultergelenke schützenden und bewegenden Muskeln. Sie werden auch als Schultergürtelmuskulatur bezeichnet. Zu ihnen gehören der Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus, Musculus subscapularis und M. terres minor.
Der M. supraspinatus hat die Aufgabe das Schultergelenk zu stabilisieren. Außerdem hilft er bei der seitlichen Armhebung besonders bis 90 Grad mit.
Der Musculus infraspinatus dreht den Arm nach außen (Aussenrotation). Der Musculus subscapularis hat die Aufgabe den Arm nach innen zu rotieren und der Musculus terres minor wiederum ist teilweise für die Außenrotation zuständig.
Bei hebenden und drehenden Armbewegungen arbeiten alle Muskelgruppen in einem komplexen Zusammenspiel zusammen.
Verletzungen der Muskeln des Schultergürtels können entweder durch degenerative (verschleißbedingte) Veränderungen zustande kommen oder durch Verletzungen.
Einteilung
Es werden komplette und inkomplette Rotatorenmanschettenrupturen unterschieden. In den meisten Fällen handelt es sich um degenerative Veränderungen, die eine Rotatorenmanschettenruptur hervorrufen.
Degenerative Veränderungen kommen durch jahrelange Belastung der Muskulatur und altersbedingten Veränderungen zustande.
Häufigkeit
Degenerative Rotatorenmanschettenrupturen sind mit 80-90 % weit häufiger als unfallbedingte Verletzungen, die ca. 8-10 % ausmachen.
Ursachen
Die Sehnen werden so beansprucht dass nach Jahren der körperlichen Arbeit oft eine kleine Bewegung reicht, um eine Rotatorenmanschettenruptur hervorzurufen.
Unfallbedingte Verletzungen kommen besonders bei Schulterluxation oder Stürzen auf die Schulter zustande. Auch schnelle, reißende Bewegungen können zu einem plötzlichen Abriss der Muskeln, bzw Einriss der Sehne führen.
Auch schwere Traumata, wie Unfälle oder Stürze bei der innerhalb kürzester Zeit ein schweres Gewicht auf eine Schulterseite lasten, können zu einer Rotatorenmanschettenruptur einer oder mehrerer Muskeln des Schultergürtels führen.
Viel mehr Informationen zu den Ursachen der Rotatorenmaschettenruptur finden Sie unter: Ursache
Symptome
Symptome macht eine Rotatorenmanschettenruptur entweder sofort oder mit zeitlicher Verzögerung.
Bei einem plötzlichen Abriss der Sehne oder eines Muskels verspürt der Betroffene in der Regel starke und akute Schmerzen. Des Weiteren kann es zu Schwellungen im Bereich der Abrissstelle oder ein Bluterguß kommen.
Relativ häufig ist auch die sich anschließende Funktionseinschränkung. Der Patient kann somit bestimmte Bewegungen nicht mehr oder nur noch unvollständig durchführen.
Bei inkompletten Rissen (Teilruptur) kann es vorkommen, dass sich die Beschwerden nach einer gewissen Zeit deutlich reduzieren. Grund ist der, dass die unverletzten Muskeln des Schultergürtel die Bewegungen der verletzten Muskeln übernehmen und so das Bewegungsdefizit kompensieren können.
Diagnose
Die Diagnose einer Rotatorenmanschettenruptur / -teilruptur wird zunächst mit der Anamnese (Krankengeschichte) und der körperlichen Untersuchung gestellt.
Im Orthopaedicum Frankfurt wird zunächst die Krankenbefragung durchführen, bei der erfragt wird, unter welchen Umständen es zu den Beschwerden kam, ob Unfälle oder Verletzungen aufgetreten sind oder ob ungewohnte, unphysiologische Bewegungen durchgeführt wurden.
Danach erfolgt die Suche nach Schwellungen sowie die körperliche Untersuchung. Der Patient wird gebeten den Arm nach vorne, hinten und seitlich zu bewegen.
Je nachdem, ob er Bewegungen nicht durchführen kann kann dies Hinweise darauf geben, welcher Muskel / Sehne verletzt wurde. Als bildgebende Diagnostik kann der Schultergürtel mittels Ultraschall untersucht werden. Ein- oder Durchrisse werden im Ultraschall durch inhomogene Abbrüche der Muskelränder deutlich.
Die Ultraschalluntersuchung ist nicht beweisend kann aber deutliche Hinweise auf eine Rotatorenmanschettenruptur geben. Wenn regelmäßig eine Ultraschalldiagnostik am Schultergelenk - wie im Orthopaedicum - durchgeführt wird, ist die Diagnose des Rotatorenmanschettenrisses präzise.
Sicherere Hinweise liefert eine Magnetresonanztomographie des Schultergelenks (MRT).
Da diese Untersuchung geeignet für die Untersuchung von Weichteilen ist, kann ein Teilriss oder Durchriss der Muskeln der Rotatorenmanschette deutlicher gesehen werden.
Beweisend ist, wie bei vielen orthopädischen Erkrankungen, in aller Regel eine Spiegelung des Schultergelenks (Arthoskopie).
Umfassendere Informationen finden Sie unter unserem Thema: Diagnose der Rotatorenmanschettenruptur
Therapie
Die Therapie einer Rotatorenmanschettenruptur kann konservativ oder operativ.
Ausschlaggebend, welche Variante gewählt wird, sind u.a.
- Alter des Betroffen
- Anspruch an die Schulter
- berufliche Belastung
- Sport
- begleitende Verletzungen
Vorraussetzung für eine operative Therapie ist:
- die Beweglichkeit des Gelenkes
- der erhöhte Leidensdruck
und - die Bereitschaft des Patienten sich auf eine lange Rehabilitationsphase im Anschluss einzulassen.
Für die Durchführung einer konservativen Therapie
- keine kompletten Durchrisse (Rotatorenmanschettenteilruptur)
- hohes Alter der Patienten
- wenn die Ursache für die Ruptur eher degenerativer Ursache ist und wenn neben der Ruptur auch noch Degenerationen im Schultergelenk vorhanden sind (z.B. Arthrose = Omarthrose)
Für einen operativen Eingriff sprechen:
- ein akutes Trauma, das zu der Verletzung geführt hatte, primäre Beteiligung des M. supraspinatus und des M. subscapularis
- Des Weiteren sollte sich gegen eine konservative Therapie und für eine operative Therapie entschieden werden, wenn die Verletzung mit einer Schulterluxation (Schulterauskugelung) einhergegangen ist.
- Auch wird eine konservative Therapie nicht ausreichen um Patienten, die im Berufsleben stehen oder einen hohen Funktionsanpruch an den Arm stellen genügend zu behandeln.
- Besteht durch den An- oder Durchriss eine Funktionseinschränkung des Gelenkes, sollte sich ebenfalls für eine operative Therapie entschieden werden.
Bei der konservativen Therapie unterscheidet man drei Stufen.Stufe 1 beinhaltet die Schmerztherapie durch Medikamente, sowie die Steigerung der passiven Beweglichkeit durch entsprechende Physiotherapie.Stufe 2, die sich anschließt, beinhaltet die allmähliche Belastung der Muskulatur durch gezieltes aktives Aufbautraining (ebenfalls durch Physiotherapie).Stufe 3 stellt den abschließenden Schritt dar und befasst sich mit der Wiedereingliederung des Patienten in den beruflichen Alltag (evtl. Teilzeit etc.). Die Erfolgsaussichten der konservativen Therapie sehen so aus, dass ca. 50% der Patienten deutlich beschwerdegemindert sind.Allerdings betrifft dies lediglich die Schmerzen und nicht die Kraftminderung. In 40% der Fälle kommt es zu einer erneuten bzw. einem Fortschreiten der Ruptur.
Die operative Therapie kann am geöffneten Schultergelenk oder mittels Schlüssellochtechnik durchgeführt werden (minimal-invasiv durch Arthroskopie).
Je nach Rissform der Rotatorenmanschettenruptur muss der zerrissene Muskel rekonstruiert werden oder nicht und wird am Knochen refixiert.
Prognose
Wie erfolgreich ein operativer Eingriff wird, hängt unter anderm vom sogenannten Acromio-Humeralen-Abstand ab (AHA).
Je weiter der Abstand zwischen Oberarm und knöchernem Schulterdach, desto günstiger ist die Prognose der Rotatorenmanschettenruptur.
Komplikationen
Wie bei allen operativen Eingriffen kann es trotz der großen Routine, mit der diese Operationen durchgeführt werden, zu Komplikationen kommen. Diese können neben Unverträglichkeitsreaktionen auf die Vollnarkose auch Blutungen und Infektionen sein, die während oder nach der Operation auftreten und eine entsprechende erweiterte Operation notwendig machen können.
Auch kann es sein, dass eine zunächst minimal invasiv begonnene Operation (Arthroskopie) am offenen Schultergelenk (mini-open Technik) weitergeführt werden muss.
Ursachen sind anatomische Gegebenheiten (etwa, wenn die Sicht eine minimal-invasive Technik nicht zulässt oder wenn das Schultergelenk bereits stark degenerativ verändert ist).
Diagnostik und Behandlung von Rotatorenmanschettenrupturen werden schon sehr lange in der Medizingeschichte durchgeführt. So wurden die ersten Diagnosen der Erkrankung im Jahre 1834 durch Smith gestellt.
Erste operative Rekonstruktionen konnten dann 1909 durch E.A. Codman durchgeführt werden.
Weitere Informationen zum Thema Rotatorenmanschettenriss
Weitere Informationen zum Thema Rotatorenmanschettenruptur finden Sie auf unseren Seiten:
- Hauptthema: Rotatorenmanschettenruptur (Sie befinden sich hier)
- Operation der Rotatorenmanschettenruptur
- Therapie der Rotatorenmanschettenruptur
- Symptome der Rotatorenmanschettenruptur
- Nachbehandlung der Rotatorenmanschettenruptur
Terminvereinbarung
Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Schultererkrankungen und im Speziellen mit der Rotatorenmanschettenruptur.
Die gegebenen Informationen vermitteln eine Erschließung der Diagnose können aber eine persönliche Unteruchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne! Unser Schulterspezialist im Orthopaedicum Frankfurt ist Dr. Michael Kuhn.
Terminvereinbarung: 069 95908171 oder unserem Online-Forumlar.






