Impingement-Syndrom der Schulter

Das Impingement-Syndrom der Schulter führt zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung, insbesondere beim Heben des Armes zur Seite oder nach hinten. Die Ursachen sind vielfältig und benötigen eine genaue Diagnostik. Sowohl konservative als auch operative Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung. Wir beraten Sie gern.

Die Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

 

Terminvereinbarung Schultersprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde! Unsere Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

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Schmerzen in der Schulter können unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen können Schulterschmerzen im eigentlichen Schultergelenk (Glenohumeralgelenk) entstehen, zum anderen aber auch in den umliegenden Strukturen, wie in der Gelenkkapsel, den Bändern, Muskeln und Sehnen. Insbesondere Schleimbeutel und Sehnenansätze in direkter Nachbarschaft des Schultergelenks können Ausgangspunkt für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sein. Eine exakte Diagnostik ist notwendig, um eine individuelle Therapie einzuleiten.

Was ist ein Impingementsyndrom?

Der häufig im Zusammenhang mit Erkrankungen der Schulter verwendete Begriff „Impingement“ bedeutet „Anschlagen“ oder „Einklemmen“.
Im Deutschen wird das Impingement-Syndrom auch als „Engpass-Syndrom“ bezeichnet. Die Bezeichnung „Impingement“ bezieht sich auf die sehr engen Platzverhältnisse unter dem sogenannten Schulterdach. Das knöcherne Schulterdach (Akromion) überdacht einen von Natur aus engen Raum, der Sehnen und Schleimbeutel beinhaltet.

Anatomie der Schulter

  1. Oberarmkopf (Humerus)

  2. Schulterdach (Acromion)

  3. Schultereckgelenk (AC-Gelenk)

  4. Schlüsselbein (Clavicula)

  5. Rabenschnabelfortsatz (Coracoid)

  6. "eigentliches" Schultergelenk
    (Glenohumeralgelenk)

Die Sehnen umfassen den Oberarmkopf kappenartig (Rotatorenmanschette), wobei die vorderen, hinteren und oberen Anteile dieser Sehnenmanschette den Oberarmkopf bewegen und gleichzeitig in der Gelenkpfanne zentrieren.
Über den Sehnen befindet sich als Gleitschicht ein Schleimbeutel (Bursa).
Beim Impingement-Syndrom wird das ohnehin bereits enge Platzangebot durch verschiedenartige krankhafte Veränderungen der Anatomie weiter reduziert. Es kommt zu einem mechanischen Einklemmen der Weichteile, dadurch zu einem Reiz und schließlich zu einer Entzündung mit resultierenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Schmerzvermittler ist beim Impingement-Syndrom in aller Regel der Schleimbeutel (Bursa subacromialis) der bei einer Entzündung erheblich anschwellen und den Sehnengleitraum weiter verengen kann.

Rotatorenmanschette

Roatorenmanschette mit Schaden der Supraspinatussehne
  1. Schulterdach (Acromion)

  2. ausgedünnte Supraspinatussehne

  3. Oberarmkopf / Humerus

  4. Schultergelenk (Articulatio glenohumerale)

  5. Muskelbauch des Suprasinatusmuskels
    (Musculus supraspinatus)

Symptome des Impingement-Syndroms

Klassische Symptome eines Impingement-Syndroms sind Schmerzen beim seitlichen Heben des Armes (Abduktion).
Zunächst werden keine oder nur wenige Schmerzen bei der seitlichen Armhebung angegeben. Wird eine Armhebung von etwa 70 Grad erreicht, kommt es zu einer Einengung im Raum zwischen Schulterdach (Akromion) und Schultergelenk zu zunehmenden Schmerzen.
Wird der Arm weiter angehoben, weitet sich der Schulterdachraum (Subakromialraum) wieder und die Schmerzen vermindern sich. Dies ist in der Regel bei ca. 130 Grad der Fall. Man spricht auch von einem sogenannten Painful arc (schmerzhafter Bogen), weil meist nur im Bereich zwischen etwa 70 und 130 Grad Schmerzen ausgelöst werden.
Mehr Informationen zu erhalten Sie auch unter unserem Thema: Symptome des Impingement-Syndroms

Wie wird ein Impingementsyndrom diagnostiziert?

Bereits die Anamnese sowie die sorgfältige körperliche Untersuchung mit speziellen Funktionstests für das Schultergelenk lassen oftmals ein Impingement-Syndrom der Schulter vermuten. 

Weitere diagnostische Sicherheit für den Arzt und den Patienten liefern dann Röntgenbilder des Schultergelenks, eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) und ggf. eine Kernspintomographie (MRT).

Röntgenspezialaufnahme wie sie im Orthopaedicum angefertigt wird. Man erkennt gut den knöchernen Sporn, der die Schmerzen verursacht.

Eine Röntgenuntersuchung in verschiedenen Ebenen gibt Auskunft über eventuelle knöcherne Ursachen eines Impingementsyndroms.
Risse in der Sehnenmanschette (Rotatorenmanschette), Schwellungen oder Ergüsse können durch eine Ultraschalluntersuchung zu Darstellung gebracht werden.
Zur genaueren Darstellung der Sehnenmanschette wird eine Kernspintomographie durchgeführt. Hierdurch ist eine detaillierte Darstellung der Weichteilstrukturen möglich.
Zur Sicherung der Verdachtsdiagnose eines Impingementsyndroms kann ein lokal schmerzhemmendes Medikament in den Raum unter dem Schulterdach gespritzt werden. Stellt sich eine Besserung der Beschwerden ein, kann die Diagnose als gesichert angesehen werden.

Behandlung

Bei der Behandlung eines Impingement-Syndroms der Schulter kommen in der Regel zunächst konservative Therapiemöglichkeiten zur Anwendung.

Zu den konservativen Behandlungen zählt eine entzündungshemmende Therapie, die mit Infiltrationen oder Medikamenten durchgeführt werden kann.
Auch eine Physiotherapie ist Teil jeder konservativen Therapie.
Einen festen Platz in der Behandlung eines Impingement-Syndroms der Schulter ist die Stoßwellentherapie (ESWT).

Lassen die Schmerzen auch nach mehreren Wochen nicht nach, so kann in den vielen Fällen eine Schulterarthroskopie helfen. Hierbei werden in Narkose drei kleine Hautschnitte angelegt. Über die entsprechenden Zugänge wird eine Optik in das Gelenk eingeführt. Die anderen Zugänge dienen zur Aufnahme von speziellen Instrumenten, mit denen die schmerzauslösenden Veränderungen behandelt werden. Ziel einer jeden Operation ist ein schmerzfreies Schultergelenk.

Zusammenfassung

Das Impingement Syndrom stellt eine der häufigsten Erkrankung des Schultergelenks dar.
Vor allem jüngere Sportler sind hiervon betroffen aber auch Patienten, deren Schulter schweren Tätigkeiten und Belastungen ausgesetzt ist .
Ursache der Erkrankung sind vor allem anatomische Varianten des Schulterdachs. Ein Impingement kann auch bei einer Verkalkung der Schultersehnen auftreten(Kalkschulter) Die genaue Ursache dieser Verkalkung ist nicht abschließend geklärt, hängt aber im wesentlichen mit der Kombination aus Überlastung und chronischer Entzündung der Schultersehnen zusammen.

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Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

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