Hyaluronsäure

Hyaluronsäure im Orthopaedicum Frankfurt

Das Orthopaedicum Frankfurt legt in der Arthrosetherapie den Schwerpunkt auf Hyaluronsäurebehandlungen. Tausende von Patienten wurden im Orthopaedicum mit dieser Methode behandelt.
Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherheit der Vermeidung von Komplikationen (Durchführung nur im OP), sowie der Kombination mit weiteren Maßnahmen, die die Rekonvaleszenz (Wiedergenesung) unterstützen soll.
Aufgrund der häufigen Anwendung dieses Verfahrens wurden die Therapiemodalitäten immer weiter verfeinert, damit das bestmöglichste Ergebnis erzielt werden kann.

Terminvereinbarung

Dr. Nicolas Gumpert - Kniespezialist Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen der Gelenke.

Die gegebenen Informationen vermitteln eine Erschließung der Diagnose können aber eine persönliche Unteruchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Kniesprechstunde! Unser Gelenkspezialist im Orthopaedicum Frankfurt ist Dr. Nicolas Gumpert.

Terminvereinbarung: Am einfachsten über unser Online-Forumlar.

Hyaluronsäure das Schmiermittel der Gelenke

Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (medizinisch Synovia) und wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen vergleichbar dem Öl beim Motor.
Die Gelenkflüssigkeit ist ideal an die Bedürfnisse des Gelenkes angepasst und kann einerseits den Reibungswiderstand auf ein Minimum reduzieren und andererseits bei extremen Bewegungen Haftungsstabiltät geben.

Hyaluronsäure als Grundbaustoff des Knorpels

Die Hyaluronsäure ist weiterhin an der Vernetzung von Zuckerproteinketten im Knorpel beteiligt und bildet somit das Grundgitter der Knorpelstruktur.
Ohne Hyaluronsäure ist kein fester und somit kein stabiler Knorpel möglich.
Geschädigter und somit weicher, minderbelastbarer Knorpel kann durch eine gezielte Hyaluronsäuregabe wieder stabilisiert und die Belastbarkeit gesteigert werden.

Wirksamkeit

Hyaluronsäurepräparate werden seit etwa 1990 in arthrosegeschädigte Gelenke gespritzt um das Gelenk zu schmieren und mit Knorpelgrundsubstanz zu versorgen.
Am häufigsten wird Hyaluronsäure in das Kniegelenk gespritzt. Inzwischen gibt es aber auch Möglichkeiten fast alle anderen Gelenke (bes. Hüftgelenk, Sprunggelenk) mit Hyaluronsäure zu versorgen.
Die Wirksamkeit reicht von vollständiger Beschwerdefreiheit bis zu nur einer geringen Verbesserung. Der größte Teil der Patienten profitiert von dieser Anwendung jedoch deutlich, weshalb wir eine Hyaluronsäuretherapie bei Anfangs- und Mittelstadium empfehlen.
Bei fortgeschrittenen Arthrosen raten wir dieser Therapie mangels Erfolgsaussicht ab.

Die Wirksamkeit beträgt je nach Patient und Produkt für ein bis mehrere Jahre und kann jederzeit wiederholt werden.
Im Orthopaedicum Frankfurt werden hochkonzentrierte Hyaluronsäurepräparate verwendet, die der neuesten Studienlage nach, die höchste Wirksamkeit verspricht.
Um diesen Effekt zu erzielen sind in der Regel 3 - 6 Injektionen notwendig. In den meisten Fällen bevorzugen wir eine Behandlung mit 5 Injektionen.

Durchführung

Wie bei allen medizinischen Belangen ist die Durchführung von entscheidender Bedeutung:
Um maximale Sicherheit besonders gegen Infektion, Blutung oder Schäden am Gelenk vorzubeugen, werden maximale Sicherheitsaspekte beachtet.

Alle Injektionen werden unter strengen (keimfreien) Bedingungen in unserem OP im Orthopaedicum durchgeführt. Hierbei kommen immer sterile Handschuhe, mehrminütige Flächendesinfektion, Mundschutz und viele weitere Maßnahmen für Ihre Sicherheit zur Anwendung.

Kosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure in der Regel nicht, Privatkassen übernehmen die Kosten - teilweise jedoch nur nach vorheriger Absprache.

Allgemeine Informationen zur Hyaluronsäure

Im Weiteren folgen viele wissenswerte Informationen zur Hyaluronsäure.

Synonyme im weiteren Sinne

  • Hyaluronan
  • Chondroprotektiva
  • Suplasyn®
  • Recosyn®
  • Hyalart®
  • Synvisc®
  • GoOn®

Definition

Unter Hyaluronsäure versteht man eine im Körper vorkommende Substanz, die vor allem im Knorpel aber auch in bindegewebigen Strukturen sowie in Zellen vorkommt und wichtige stabilisierende und gleitende Eigenschaften übernimmt.

Vorkommen / Aufgaben

Hyaluron gehört chemisch zur Gruppe der sogenannten Glykosaminoglykanen.
Es wird vom Körper bei jeder Zellbildung und vor allem bei regenerierenden Prozessen gebildet. Als regenerierende Prozesse bezeichnet man vor allem Reparationssysteme des Körpers, die millionenfach am Tag im Körper aktiv sind, um veraltete Zellen und geschädigte Zellen zu reparieren.
Die Aufgaben der Hyaluronsäure sind vor allem mechanischer Natur. Zu nennen wäre vor allem die Fähigkeit der Substanz Wasser zu speichern.
Diese Eigenschaft macht sie vor allem in den Bereichen des Körpers einsetzbar, in denen viel Flüssigkeit benötigt wird, um einen ungehinderten Stoffwechselprozess zu ermöglichen. Das wären vor allem Gelenke, die in den Gelenkspalten eine große Menge an Flüssigkeit benötigen, um einen ungehinderten und reibungsarmen Bewegungsprozess zu ermöglichen.
Auch im Auge gibt es einen Bereich, der aus einer gallertartigen Substanz besteht. Der sogenannte Glaskörper benötigt einen nicht unerheblichen Wasseranteil, um die Stabilität aber auch die Durchsichtigkeit gewährleisten zu können. Auch diese Voraussetzung wird durch Hyaluronsäure gewährleistet, die im Glaskörper zahlreich vorhanden ist.

Neben der wasserbindenden Eigenschaft hat die Hyaluronsäure noch mechanisch abdämpfende Fähigkeiten. Diese werden besonders häufig in Gelenken oder in Knochen benötigt, um die bei jeder Bewegung nicht unbeträchtlich starken Kräfte, die auf den Körper wirken, abzufedern.
Zu nennen wären hier vor allem Knochen des Säuglings, die noch zu einem großen Anteil aus knorpeligem Material bestehen (die Verknöcherung kommt erst später).
Ebenfalls sehr abgedämpft müssen die Bandscheiben der Wirbelsäule sein. Bei jeder Bewegung lasten unzählige Kräfte auf den Wirbelkörper, in deren Inneren das Rückenmark verläuft. Um dieses zu schützen und um entsprechende Statik zu gewährleisten, sind die Bandscheiben ebenfalls aus einer gallertartigen Substanz, die aus einem großen Teil aus Hyaluronsäure besteht.
Auch aufgrund der wasserbindenden Eigenschaften ist die Hyaluronsäure wohl das einzige und wichtigste „Schmiermittel“ des menschlichen Körpers. Vor allem in Gelenken, in denen eine ständige Bewegung stattfindet und wo die dabei entstehenden Reibungen nicht unbeträchtlich sind, bildet die Hyaluronsäure die Grundlage einer Substanz, die für das sichere und reibungsarme Gleiten in den Gelenken verantwortlich ist.
Die sogenannte Synovialflüssigkeit (Gelenkflüssigkeit) ist aus diesem Grund besonders hyaluronhaltig und in den Gelenken besonders vielfältig anzutreffen.
Die Gelenkflüssigkeit hat also die Aufgabe, den Gelenkknorpel mit Hyaluronsäure zu ernähren und gleichzeitig das Gelenk zu schmieren. Beides soll Knorpelschäden im Kniegelenk verhindern.
Mehr hierzu können Sie auch unter unserem Thema Knorpelschaden lesen.

Therapeutischer Einsatz in der Medizin

Aufgrund der vielseitigen Eigenschaften der Hyaluronsäure wird diese Substanz auch zunehmend in der Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt.
Führend ist das Einsatzgebiet in der Arthrose von Gelenken. Besonders häufig wird es an Knie- (Kniearthrose) und Hüftgelenk (Hüftarthrose) eingesetzt. Aber auch im Bereich der Sprunggelenke, Schultergelenk und an den kleinen Fingergelenken wird des regelmäßig eingesetzt.
In intensiver Forschung wird versucht, vor allem die schmierenden und abfedernden Eigenschaften der Substanz dort zu integrieren, wo im Körper eine zunehmend  schädigende Wirkung eingetreten ist. Zu nennen wäre in der Orthopädie die Arthrose, bei der durch Abnutzungserscheinungen durch Alter oder Überbelastung der hyaline abfedernde Knorpel so stark reduziert und zerstört wurde, dass oftmals in schweren Verläufen Knochen auf Knochen reibt und so starke Beschwerden verursacht.
Man versucht heutzutage durch Injektionen von hyaluronsäurehaltigen Substanzen in das Knie die erneute Bildung einer knorpelähnlichen Struktur zu erzeugen, die die Aufgaben eines gesunden Knorpels mit all seiner abfedernden Eigenschaft übernimmt.

Seit längerer Zeit im Einsatz ist die Hyaluronsäure bei der augenärztlichen Behandlung der trockenen Augen. Auch hier wird vom Körper ein regelmäßiges Reservoir von Flüssigkeit benötigt. Dies gewährleistet im Normalfall die Tränenflüssigkeit, die in regelmäßigen Abständen gebildet und  entsprechend abdrainiert wird. In einigen Fällen ist der Abfluss im Auge aber größer als die Bildung, was zur Folge hat, dass das Auge bei jedem Augenaufschlag entsprechend beginnt auszutrocknen.
Das alleinige applizieren von Flüssigkeit hätte ähnlichen Effekt, wie die eigentliche Tränenflüssigkeit, nämlich, dass eine größere Menge abtransportiert werden würde als nachproduziert werden könnte. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche hyaluronhaltige Substanzen, die die Flüssigkeit besser und länger speichern können, und so dafür sorgen, dass das Auge längere Zeit benetzt bleibt. Die Augentropfen sind je nach Erkrankungsrate ein bis zweimal am Tag in jedes Auge zu tropfen.

Ebenfalls einen festen Einsatzort haben hyaluronhaltige Substanzen in der plastischen Chirurgie. Hierbei macht man sich zunutze, dass die Hyaluronsäure in ihren Eigenschaften besonders gut formbar und modellierbar ist aber auch entsprechende Form einige Zeit hält ohne zu verwässern. Einsatzgebiet in der plastischen Medizin sind vor allem das Unterspritzen von Falten, das Aufspritzen von Lippen aber auch nichtoperative Nasenkorrekturen können mit Hilfe von Hyaluronsäureinjekionen durchgeführt und erreicht werden.
In aller Regel verformen sich entsprechende Hyalurondepots aber trotz der stabilen Festigkeit nach einigen Monaten wieder, was zur Folge hat, dass entsprechende Eingriffe wiederholt werden müssen.

Neben den abfedernden und flüssigkeitspeichernden Eigenschaften kommt die Hyaluronsäure in letzter Zeit in der Forschung immer weiter zum Einsatz. So deuten zahlreiche Studien hin, dass die Substanz die sogenannten Demyelinisierung von Nervenzellen reduzieren kann.
Unter einer Demyelinisierung versteht man die bei der Multiplen Sklerose vorhandenen Endisolierung der Nervenbahnen mit folgenden starken neurologischen Ausfällen und Erscheinungen. Die Hoffnung, so die Wissenschaft, ist momentan, dass man hyaluronhaltige Präparate entwickeln kann, die entweder in die Nähe der demyelinisierten Nervenfasern bringen kann oder aber systemisch in Form von Tabletten oder Infusionen dem Patienten zukommen lassen kann, damit entsprechende Vorgänge, wie bei der Multiplen Sklerose unterbunden werden.
Alle Projekte,die auf die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit noch abzielen befinden sich noch im Forschungsstatus, vielversprechende, heilende Ergebnisse bleiben aber in Zukunft abzuwarten.

Längst haben die zahlreichen kosmetischen Hersteller die Substanz Hyaluronsäure für den Markt entdeckt. Es gibt nur wenige chemische Substanzen, die so massiv beworben werden, und es gibt kaum noch jemanden, der sie nicht schon einmal gehört hat.
Vor allem die glättende und straffende Fähigkeit dieser Substanz wird immer wieder hervorgehoben und dargestellt. So gibt es auf dem Markt zahlreiche Cremes, Lotionen oder Pillen, die versprechen, dass die Nägel stabiler, die Haut glatter und straffer wird. Auch festere Haare und weniger Faltenbildung durch die regelmäßige Einnahme der Kapseln wird versprochen.
Entsprechend des orthopädischen Einsatzgebietes der Hyaluronsäure bei der Behandlung der Arthrose gibt es Versuche über Kapseln und Dragees Hyaluronsäure nach regelmäßiger Einnahme in Gelenke zu bringen und den Knorpel wieder verjüngen.

Die Einsatzgebiete der Hyaluronsäure in der Medizin bietet viele Chancen und Gelegenheiten. Die kritische Beurteilung und Abwägung ist allerdings dringende Voraussetzung. Dies gilt auch für den Einsatz der Hyaluronsäure in unserem Kerngebiet der Kniearthrose und der Hüftarthrose.
Ein Einsatz einer Hyaluronsäure erreicht nur im Bereich der Chondromalazie 2 - 3° ein gutes Ergebnis. 4° Knorpelschäden können durch eine Hyaluronsäuretherapie nicht mehr verbessert werden.

Hyaluronsäure und Knorpelaufbau

Schlussendlich möchten wir an dieser Stelle noch mit einem Mythos aufräumen.
Es wird immer wieder behauptet, dass Hyaluronsäure einem Knorpelaufbau dienen würde.
Leider ist es so, dass der verloren gegangene Knorpel sich durch Hyaluron-Therapien nicht wieder aufbauen lässt.
Der Knorpel wird durch das Einlagern von Hyaluronsäure deutlich elastischer, was sich durch die wasserbindende Fähigkeit der Hyaluronsäure erklärt.
Hierdurch quillt der bestehende Knorpel auf und wird wieder dicker.
Ein Knorpelaufbau im eigentlichen Sinne allerdings findet nicht statt.

Weitere Informationen zur Hyaluronsäure

Mehr zu diesem Thema finden Sie auch auf der Seite: Dr-Gumpert.de Hyaluronsäure und Hyaluronsäure Knie

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